PEP
PEP steht für Postexpositionsprophylaxe. Dabei handelt es sich um eine Infektionsvorbeugung nach einer möglichen Ansteckung. Diese ist möglich nach einem tatsächlichen Risikokontakt. Die PEP sollte im Idealfall innerhalb von zwei Stunden nach einer möglichen Infektion begonnen werden.
Eine PEP ist bei normalem Schutzverhalten (Safer Sex, Safer Use, Tragen von Schutzhandschuhen, ...) nicht notwendig!
Die PEP ist kein Mittel der Prävention!
Welche Schritte sollten nach einer möglichen Infektion erfolgen?
1. Sofortmaßnahmen
Wenn sicher ist, dass eine Infektion möglich gewesen ist, das heißt, dass tatsächlich infiziertes Material (Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit) in den Körper eingedrungen ist, kommt es zu
3. Durchführung der PEP
Wenn nach der Schilderung des Risikos eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine mögliche HIV-Infektion besteht, wird eine PEP empfohlen und sollte idealerweise innerhalb von 2 Stunden begonnen werden. Auch nach
12-24 Stunden ist eine PEP noch möglich, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dann eine Infektion verhindert wird, ist dann nicht mehr so hoch. Bei der PEP sollte berücksichtigt werden, ob und mit welchen Medikamenten die Person behandelt wird, durch die die eventuelle Infektion stattgefunden hat.
Bei der PEP werden HIV-Medikamente gegeben, die zum Teil sehr starke Nebenwirkungen haben können. Die Dauer der PEP beträgt üblicherweise vier Wochen.
Die Möglichkeit einer PEP sollte niemanden veranlassen, den eigenen Schutz vor einer HIV-Infektion zu vernachlässigen! Eine PEP bietet keine Sicherheit vor einer Infektion! Eine PEP bietet nur die Chance, nach einer möglichen Infektion das Risiko zu minimieren.
Um eine flächendeckende PEP zu gewährleisten, gibt es verschiedene HIV-PEP-Notfalldepots. Die für Rostock, Bad Doberan und Güstrow sind
Medizinische Fakultät der Universität Rostock
Uni-Klinik für Innere Medizin Rostock
Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten
Infektiologischer Notdienst
Ernst-Heydemann-Str. 6
Eingang Schillingallee 35
18057 Rostock
0381 / 494 -75 15
tropen@med.uni-rostock.de

KMG Klinikum Güstrow
Notaufnahme
F.-Trendelenburg-Allee 1
18273 Güstrow
03843 / 342 500
guestrow@kmg-kliniken.de